Himmelsbilder des Sommers
Stefan George schrieb einst folgendes Gedicht
über den frühen Morgen und das erwachende Licht
Vor kurzem entzündete sich
auf dunklem Ofen des Himmels
nach kalter Nacht
die neue Sonne.
Nun zeigt sie sich im ersten Leuchten.
Sie schimmert still.
Mit den Wolken die sie umflattern,
die ihren Glanz widerspiegeln,
erhellet sie spärlich
die Morgendämmerung.
Schnell verstärkt sie sich
und die farbigen Vorhänge
die ihr zu nah kommen
erfasst und sengt sie.
Darauf erfüllt sich
die ganze Luft mit grauem
undurchdringlichem Rauch.
Es wächst und wächst Wärme und Licht
bis endlich alles – Wolken und Nebel -
in unendlicher Feuersbrunst
lohend verschlungen werden
und ohne fremde Nahrung
durch eigene Kraft allein
die flammende Scheibe strahlt.